Antragsstellung

Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, die mit ehrenamtlich Helfenden arbeiten, können beim Landesamt für Pflege (LfP) eine Förderung beantragen. Die benötigten Formulare finden Sie hier.

Für die Bearbeitung des Antrags auf Förderung stellen wir eine Ausfüllhilfe zur Verfügung:

Ausfüllhilfe Förderantrag 2023

Informationen zum Thema Förderung finden Sie auch in unserem Flyer "Basiswissen Förderung":

Flyer - Basiswissen Förderung

Der Antrag auf Förderung muss jedes Jahr bis zum 31. Dezember des dem Förderjahr vorausgehenden Jahres beim Landesamt für Pflege (LfP) eingegangen sein. Die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn gilt mit der Förderantragsstellung allgemein als erteilt.

Angebote sind förderfähig, wenn die Anerkennungsvoraussetzungen erfüllt werden, die darin tätigen ehrenamtlichen Kräfte keine unangemessen hohe Aufwandsentschädigung erhalten und die Anbieter von den Betroffenen keine unangemessen hohen Kostenbeiträge erheben.

Nur Angebote mit ehrenamtlichen Helfenden können gefördert werden. Es müssen Angaben zu allen Angeboten, den Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfenden und den Finanzen gemacht werden.

Wichtige Dokumente sollten immer per Einschreiben verschickt werden. Per E-Mail eingereichte Anträge sind NICHT ausreichend.

 

Hinweis zur Förderung 2023:

Gerne möchten wir Sie darauf hinweisen, dass der aktuelle Vordruck des Förderantrags auf Bewilligung einer staatlichen Zuwendung für das Förderjahr 2023 hinsichtlich der Angebote zur Unterstützung im Alltag, den Ehrenamtlichen Strukturen nach § 45c SGB XI (= Sorgenetzwerke) sowie der Angehörigenarbeit (= Fachstelle für pflegende Angehörige) und die (ggf.) beizufügenden Anlagen auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Pflege zur Verfügung stehen. Die Vordrucke sind unter den nachfolgenden Links abrufbar und können nun zur Antragstellung verwendet werden:
- für Angebote zur Unterstützung im Alltag
- für Angehörigenarbeit
- für Ehrenamtliche Strukturen nach § 45c SGB XI

Bitte beachten Sie, dass ab dem Förderjahr 2023 alle im Zusammenhang mit den geförderten Angeboten zur Unterstützung im Alltag, den ehrenamtlichen Strukturen (Sorgenetzwerken) sowie der Fachstelle für pflegende Angehörige stehenden Ausgaben, die im Bewilligungszeitraum kassenwirksam getätigt werden, als Einzelaufstellungen in einer Ausgabenübersicht zu erfassen sind. Eine entsprechende Vorlage ist unter den vorgenannten Links verfügbar. Die Ausgabenübersicht ist zusammen mit dem Verwendungsnachweis für das Förderjahr 2023 spätestens bis zum 01.04.2024 beim Bayerischen Landesamt für Pflege vorzulegen. 

Es wird erneut darauf hingewiesen, dass lediglich schriftliche Anträge für das Förderjahr 2023, die bis 31. Dezember 2022 beim Bayerischen Landesamt für Pflege eingehen, als fristgerecht gestellt gelten. Anträge, die nach dieser Frist beim Bayerischen Landesamt für Pflege eingehen, können grundsätzlich nicht berücksichtigt werden.

 

Besondere Fördervoraussetzungen – Schulungen und Fortbildungen

Eine Förderung von Schulungen und Fortbildungen ist möglich, wenn die Schulung/Fortbildung in Bayern stattfindet.

Die Schulungs- bzw. Fortbildungseinheiten müssen von geeigneten Fachkräften durchgeführt werden.

Es müssen mindestens die in den Empfehlungen nach § 45c Abs. 7 Satz 1 SGB XI festgelegten Inhalte vermittelt werden.

 

Besondere Fördervoraussetzungen – Angehörigengruppen

Angehörigengruppen sind förderfähig, wenn die fachliche und psychosoziale Anleitung durch eine geeignete Fachkraft sichergestellt ist.

Durchschnittlich müssen mindestens fünf Angehörige an der Gruppe teilnehmen.

Es müssen mindestens acht Treffen im Jahr stattfinden. 

Förderpauschalen

Die Förderpauschale für die notwendigen Personal- und Sachkosten beträgt… 

  • für die Koordination, Organisation und fachliche Anleitung einschließlich Aufwandsentschädigungen für eine Betreuungsgruppe jährlich pro Treffen, bei mindestens zehn Treffen für maximal 45 Treffen, bis zu 50,00 €.
  • für die Koordination, Organisation, die kontinuierliche fachliche Begleitung und Vermittlung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den Angeboten ehrenamtlicher Helferkreis, Alltagsbegleiterinnen und -begleiter, Pflegebegleiterinnen und -begleiter, und haushaltsnahe Dienstleistungen einschließlich deren Aufwandsentschädigung, sofern alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eines Trägers zusammen mindestens 120 Einsatzstunden im Jahr erbracht haben, für jede volle Einsatzstunde eines ehrenamtlich Helfenden bis zu 2,00 €.
  • für die Koordination, Organisation und fachliche Anleitung einschließlich Aufwandsentschädigung für die qualitätsgesicherte Tagesbetreuung in Privathaushalten jährlich pro Treffen, bei mindestens zehn Treffen für maximal 45 Treffen, bis zu 35,00 €.
  • für die Schulung - mindestens 40 Schulungseinheiten à 45 Minuten - und Fortbildung - mindestens acht Fortbildungseinheiten à 45 Minuten - von mindestens sechs eingesetzten Helfenden je Schulungs- bzw. Fortbildungseinheit bis zu 25,00 €.
  • für eine Angehörigengruppe jährlich pro Treffen, bei mindestens acht für maximal zwölf Treffen, bis zu 40,00 €.

Die Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag durch den Freistaat Bayern wird - ebenso wie eine etwaige kommunale Förderung - von den Pflegekassen verdoppelt.

Verwendungsnachweis

Träger von Angeboten, die eine Förderung erhalten, müssen einmal jährlich einen Verwendungsnacheis mit Sachbericht beim Landesamt für Pflege (LfP) einreichen.

Im Allgemeinen muss der Verwendungsnachweis bis zum 1. April des dem Förderjahr folgenden Jahres eingegangen sein. Wenn in dem Förderbescheid eine abweichende Frist zur Abgabe des Verwendungsnachweises steht, so ist diese zu beachten.

Zum Verwendungsnachweis gehört ein Sachbericht.

Die benötigten Formulare finden Sie hier.